Leben und Arbeiten in der Schweiz

Dein Umzug bringt viele Veränderungen für dich mit sich. Nebst den Veränderungen welche du bei deiner Arbeit erleben wirst, musst du noch einige Dinge zusätzlich erledigen.
Zuerst solltest du dich für einen Ort in der Schweiz entscheiden, in welchem du dich niederlassen möchtest, dann benötigst du eine Arbeitsbewilligung, musst dir eine Wohnmöglichkeit suchen, dich versichern lassen, dir ein Schweizer Bankkonto eröffnen, deine Diplomanerkennung beantragen und noch vieles mehr.

Uns ist es sehr wichtig, dass wir dich diesbezüglich entlasten können damit du deinen Fokus auf das wirklich Wichtige setzen kannst, nämlich auf deine Arbeit.

Wir unterstützen und beraten dich daher bei allen Belangen welche dein Umzug in die Schweiz mit sich bringt. Kontaktiere uns, es lohnt sich für dich.

Wissenswertes über die Schweiz

Die Schweiz als Einwanderungsland

Die Schweiz ist ein Einwanderungsland. In den 1980er Jahren lag der Ausländeranteil in der Schweiz bei 15 Prozent. Seither ist dieser auf über 20 Prozent gestiegen. Den wirtschaftlichen Aufschwung der letzten Jahre konnte die Schweiz nur Dank der Hilfe ausländischer Arbeitskräfte erreichen. Die Schweiz ist vor allem für hochqualifizierte Arbeitskräfte aus Mittel- und Nordeuropa sowie aus dem asiatischen Raum sehr attraktiv. Insbesondere das Gesundheitswesen wäre ohne Fachleute aus dem Ausland nicht aufrecht zu erhalten. In dieser Berufsbrache liegt der Ausländeranteil bei über 35 Prozent.

Pflegefachpersonal in der Schweiz

Das Ausbildungssystem in der Schweiz wurde in den letzten Jahren grundlegend reformiert. Pflegende absolvieren die Ausbildung auf Fachhochschulniveau. Für die Anerkennung der Pflegediplome ist das SRK (Schweizerisches Rotes Kreuz) zuständig. Die Anerkennung lautet auf Diplomniveau II. In der Schweiz war dies bisher die 4-jährige Pflegeausbildung. Mittlerweile wurde das Studium auf 3 Jahre herabgesetzt und wird mit dem Titel „HF“ (Höhere Fachschule) abgeschlossen. Das SRK schreibt hierzu: „Wir weisen jedoch darauf hin, dass die Anerkennungsausweise des SRK im Vergleich mit den schweizerischen Diplomen und Fähigkeitsausweisen nach wie vor als gleichwertig zu betrachten sind“.

Lohnstandard für das Pflegefachpersonal

Die Löhne, welche dem Pflegefachpersonal in der Schweiz ausbezahlt werden, sind sowohl im Vergleich mit inländischen Berufsgruppen wie auch im europäischen Vergleich hoch. Sie variieren je nach Ausbildungsstand, Berufserfahrung und Fachweiterbildung zwischen 5000 und 8000 Schweizer Franken. Neben dem Grundlohn kommen noch Zulagen für Nacht-, Wochenend- und Pikettdienste sowie für Feiertage hinzu. Für die Nachtdienste erhält der Arbeitnehmer zudem eine Zeitentschädigung von 10-20 Prozent. Insgesamt kann dies einen Lohnzuschlag von 400 bis 800 Schweizer Franken pro Monat ergeben. Der Kanton, in welchem sich die Arbeitsinstitution befindet, spielt eine zusätzliche Rolle. Da in einigen Kantonen höhere Löhne bezahlt werden, sind diese bei den Arbeitnehmern besonders beliebt. Allerdings gilt es hierbei zu beachten, dass in diesen Populationen die Lebenshaltungskosten höher sind als in anderen Kantonen.

Steuern bezahlen in der Schweiz

Die Einkünfte ausländischer Arbeitnehmer unterliegen der Quellensteuer. Dies ist eine Steuer, welche direkt vom Einkommen abgezogen wird. Die Höhe der Quellensteuer ist kantonal unterschiedlich. Massgebend für die Berechnung der Quellensteuer sind der durchschnittliche Bruttolohn, der Zivilstand, sowie der Wohn- und Arbeitsort.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich in der Schweiz arbeiten?

Für Angehörige der EU-17 sowie der EU-8 gilt die volle Personenfreizügigkeit. Das heisst, sie dürfen in die Schweiz einreisen, hier leben und arbeiten. Für Rumänien und Bulgarien greifen weiterhin Zulassungsbeschränkungen. Kroatien, das am 1. Juli 2013 der EU beigetreten ist, unterliegt ebenfalls besonderen Bestimmungen.

Für eine kurzfristige Erwerbstätigkeit bis zu drei Monaten oder 90 Tagen pro Kalenderjahr benötigst du keine Bewilligung. Du bist jedoch verpflichtet, deine Erwerbstätigkeit anzumelden.

Für längere Aufenthalte benötigst du eine Aufenthaltsbewilligung. Melde dich vor Antritt deiner neuen Arbeitsstelle bei deiner Wohngemeinde an.

Du musst folgendes vorweisen:

  • eine gültige Identitätskarte oder ein gültiger Pass
  • eine Kopie deines Mietvertrags
  • ein Passfoto
  • deinen Arbeitsvertrag

Benötige ich eine Krankenversicherung?

Spätestens drei Monate nach Ankunft oder Aufnahme einer Erwerbstätigkeit in der Schweiz musst du dich bei einer schweizerischen Krankenkasse versichern. Grenzgängerinnen und Grenzgänger mit Wohnsitz in bestimmten EU-Staaten haben ein Wahlrecht, sich statt in der Schweiz im Wohnsitzland zu versichern.

Jeder Versicherte zahlt monatlich eine Prämie an die Krankenkasse. Die Prämienhöhe variiert von Kasse zu Kasse und von Kanton zu Kanton.

Benötige ich zusätzlich eine Unfallversicherung?

Wenn du acht Stunden und mehr pro Woche arbeitest, dann bist du durch deinen Arbeitgeber gegen berufliche und nichtberufliche Unfälle versichert.

Welche weitere Versicherungen benötige ich noch?

Wenn du in der Schweiz wohnst oder arbeitst, dann bist du obligatorisch bei der Alters- und Hinterlassenenvorsorge (AHV) und bei der Invalidenversicherung (IV) versichert. Die Versicherung bei einer Vorsorgeeinrichtung (Pensionskasse oder Freizügigkeitseinrichtung) ist für Arbeitnehmende ab einem gewissen Einkommen ebenfalls obligatorisch.

Welche Aufenthaltsbewilligungen gibt es?

Nachfolgend findest du eine Übersicht über die verschiedenen Bewilligungen für EU/EFTA-Bürgerinnen und Bürger:

  • Ausweis L EU/EFTA (Kurzaufenthaltsbewilligung)
  • Ausweis B EU/EFTA (Aufenthaltsbewilligung)
  • Ausweis C EU/EFTA (Niederlassungsbewilligung)
  • Ausweis Ci EU/EFTA (Aufenthaltsbewilligung mit Erwerbstätigkeit)
  • Ausweis G EU/EFTA (Grenzgängerbewilligung)

Für den Erhalt deiner Aufenthaltsbewilligung muss die für deinen Wohnort zuständige kantonale Migrationsbehörde kontaktiert werden.

Das Gesuch um Verlängerung einer Aufenthaltsbewilligung kannst du frühestens drei Monate und spätestens zwei Wochen vor Ablauf bei der Wohngemeinde einreichen.

Wird mein Diplom in der Schweiz zugelassen?

Ob dein Diplom in der Schweiz anerkannt wird oder nicht entscheidet das Schweizerische Rote Kreuz (SRK). Mit dem Anerkennungsverfahren wird dafür gesorgt, dass dein ausländisches Diplom als einem Schweizerischen gleichwertig anerkannt wird. Das Verfahren ist nicht ganz einfach und nimmt einiges an Zeit in Anspruch.

Als erstes wird eine kostenlose, obilgatorische Vorprüfung durchgeführt. Wenn die Vorprüfung besagt, dass dein Diplom anerkannt werden kann, kann anschliessend das Gesuch zur Anerkennung eingereicht werden. Die Kosten belaufen sich zwischen 500.- und 800.- Schweizer Franken.

Da das ganze Verfahren komplex und bürokratisch ist, haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, die Beantragung komplett und kostenlos für dich zu übernehemen.

Kontaktiere uns diesbezüglich, wir helfen dir gerne weiter.